Sportpolitik // 22.02.2021

Stellungnahme des VzFdL Münster zur Beschlussvorlage V/0150/2021 – Integrierte gesamtstädtische Sportentwicklungsplanung

Die Beschlussvorlage V/0150/2021 für die kommende Sitzung des städtischen Sportausschuss am 24. Februar 2021 hat beim Verein zur Förderung des Leistungssports in Münster e.V. sowohl Verwunderung als auch Unmut ausgelöst. Dabei befürwortet der VzFdL Münster die Intention einer gesamtstädtischen Sportentwicklungsplanung ausdrücklich.

Mit der Beschlussvorlage V/0150/2021 soll der Sportausschuss die Verwaltung beauftragen, eine Ausschreibung eines gesamtstädtischen Sportentwicklungskonzepts für die nächsten 20 Jahre zur Sportausschusssitzung am 02.06.2021 vorzubereiten. Dabei soll die Konzeptentwicklung als „Integriertes gesamtstädtisches Sportentwicklungskonzept“ durch ein externes Institut durchgeführt werden, wofür gemäß Vorlage 300.000,00 € bereitzustellen wären.

Begleitet werden soll das Projekt durch ein sog. Kernteam und einen Beirat. Dazu heißt es in der Beschlussvorlage:

„Das Kernteam soll unter Federführung des Sportamtes zum einem den Prozess der Ausschreibung für ein SEP steuern und zum anderen im laufenden Prozess der Sportentwicklungsplanung die operative Arbeit übernehmen. Diese Gruppe sollte durch die von der Sportentwicklung betroffenen städtischen Ämter (Sportamt, Stadtplanungsamt, Amt für Immobilienmanagement und Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit) sowie einen Vertreter des Stadtsportbundes Münster e.V. (SSB) besetzt werden.

Ebenso wird ein Beirat gebildet, in dem die von dem Kernteam erarbeiteten Vorschläge diskutiert und beschlossen werden. In diesen Beirat sind neben Verwaltungsvertreterinnen und -vertretern, die sportpolitischen Sprecherinnen und Sprecher der Ratsfraktionen, je ein/e Vertreter/in des Stadtsportbundes und der Sportjugend, Sprecherinnen und Sprecher der Großvereine, der IG vereinsungebundener Sport, des kommerziellen Sports, des Behindertensports und des Profisports zu entsenden.“

Der Leistungssport bleibt außen vor

Unter dem Aspekt der notwendigen ganzheitlichen Betrachtung ist es für den VzFdL Münster unverständlich, dass der Leistungssport sowohl bei der Besetzung des sog. Kernteams als auch in der Aufstellung des geplanten Beirates keinerlei Berücksichtigung findet. Dabei stellt der Leistungssport mit seinen über zehn Bundes- und Landesstützpunkten, einer Vielzahl leistungssportlich engagierter Vereine und diverser Einrichtungen des Leistungs- und Spitzensportes einen wesentlichen Standortfaktor für den münsterschen Sport dar.

Ebenfalls kritisch wird die vorgesehene Beauftragung eines externen Instituts und die veranschlagte Höhe der finanziellen Aufwendungen gesehen; insbesondere ohne vorherige Anhörung und Einbindung des organsierten Sports in Münster.

Daher hat der VzFdL Münster in einer Stellungnahme an die Mitglieder des Sportausschusses um die Einbeziehung und Berücksichtigung der berechtigten Interessen des Leistungssports in den koordinierenden/ begleitenden Arbeits- und Lenkungskreisen durch Einladung entsprechender Vertreter gebeten. Darüber hinaus wurde in der Stellungnahme die grundlegende Überarbeitung der Vorlage in enger Abstimmung mit Vertretern des organisierten Sports und ggf. weiterer Interessenvertreter empfohlen.

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