Verein // 29.01.2026

Aus dem Sportinternat Münster zur WM: Abass Baraou vor historischem Titel-Vereinigungskampf

Der Weg von Abass Baraou an die Weltspitze des Boxsports führte auch über Münster. Der Profiboxer, der einen entscheidenden Teil seiner sportlichen Ausbildung in Münster absolvierte und im Sportinternat Münster gefördert wurde, steht am kommenden Samstag vor der größten Herausforderung seiner bisherigen Karriere.

Am Samstag (31. Januar 2026) verteidigt Baraou seinen WM-Titel erstmals. Austragungsort ist San Juan in Puerto Rico – eine Kulisse, die dem Duell zusätzliche Brisanz verleiht. Denn der Kampf ist nicht nur eine Titelverteidigung, sondern ein WM-Titel-Vereinigungskampf. Sein Gegner ist Xander Zayas, ein Puerto-Ricaner, der als eines der größten Talente des Landes gilt und auch in den USA gezielt zum Star aufgebaut wird. In seiner boxbegeisterten Heimat ist Zayas längst ein Publikumsliebling. Er hält den WBO-Weltmeistertitel im Halbmittelgewicht – Baraou ist amtierender WBA-Weltmeister. Beide Gürtel stehen am Samstag auf dem Spiel.

Baraou geht dabei vor allem wegen des Heimvorteils des Gegners als Außenseiter in den Ring. Die Atmosphäre in San Juan gilt als lautstark und emotional – ein Faktor, der im Profiboxen nicht zu unterschätzen ist. Sportlich jedoch bringt der Münster-geprägte Boxer alle Voraussetzungen mit, um zu bestehen.

Vom Sportinternat Münster zur Weltspitze

Die Grundlage für diese Karriere wurde früh gelegt: als frischgebackener Deutscher U21-Meister wechselte er 2013 von Oberhausen zum damaligen Bundesstützpunkt in Münster und konnte er sich dort sportlich weiterentwickeln. Seinen Lebensmittelpunkt verlegte er zu der Zeit in unser Sportinternat Münster, das ihm optimale Bedingungen als junger Leistungssportler und eine strukturierte Förderung bot.

Bereits als Amateur feierte Baraou große internationale Erfolge, darunter der Gewinn eines Europameistertitels sowie eine Bronzemedaille bei Weltmeisterschaften.

Die Jahre in Münster und im Sportinternat Münster waren sicherlich mit prägend für seinen disziplinierten Stil und seine taktische Reife. Eigenschaften, die ihn bis zum Gewinn des WBA-WM-Titels im Profibereich führten. Heute pendelt Baraou, der seinen offiziellen Lebensmittelpunkt weiterhin in Oberhausen hat, hauptsächlich zwischen Miami und Berlin.

Historische Chance für deutsche Boxer

Gelingt Baraou am Samstag der große Triumph, würde er sich in die Geschichtsbücher des deutschen Boxens eintragen: Er wäre erst der dritte deutsche Boxer, der gleichzeitig zwei bedeutende WM-Titel hält – nach Max Schmeling und Dariusz Michalczewski. Letzterer hatte vor knapp 30 Jahren beim Sieg gegen Virgil Hill sowohl den WBA- als auch den IBF-Titel erobert – eine Leistung, die Baraou nun nachahmen könnte.

Für den Sportstandort Münster wäre ein solcher Erfolg ein starkes Signal. Er würde zeigen, dass der Weg vom Sportinternat Münster auch bis an die Weltspitze des Profiboxens führen kann.

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