Verein // 26.03.2026
Luka Herden gewinnt Hallen-DM-Silber und sammelt Erfahrung bei Hallen-WM
Luka Herden von der LG Brillux Münster hat bei den deutschen Hallenmeisterschaften 2026 seine starke Wintersaison mit der Silbermedaille im Weitsprung untermauert. Mit 7,78 Metern belegte der Münsteraner in Dortmund Rang zwei und sicherte sich damit zugleich die Qualifikation für die Hallen-Weltmeisterschaften in Torun. Nach seinem Hallenbestwert von 8,18 Metern gehörte Herden in diesem Winter zu den stärksten deutschen Weitspringern.
Bei der Hallen-DM passte das Timing am Brett nach Einschätzung des Athleten noch nicht durchgehend optimal. Dennoch reichte es zu Silber und damit zu einem weiteren Top-Ergebnis auf nationaler Ebene. Im Anschluss setzte der Schützling von Bundestrainer Ulli Knapp und Förderathlet des Vereins zur Förderung des Leistsungssports in Münster e.V. auf aktive Regeneration, um ausgeruht und mit der nötigen Frische zum internationalen Saisonhöhepunkt nach Polen zu reisen.
Dort wartete auf Herden das bislang hochkarätigste Feld seiner Karriere. Im Starterfeld der 17 Weitspringer aus sechs Kontinenten lagen zahlreiche Athleten mit Saison- oder Meldeleistungen deutlich jenseits der 8,30-Meter-Marke, hinzu kam mit Olympiasieger Miltiadis Tentoglou ein weiterer Weltklasse-Springer. Entsprechend realistisch ordnete Herden die Ausgangslage ein: „Die Konkurrenz ist wie jedes Jahr unglaublich gut. Auf meinem Niveau ist alles dicht beisammen.“ Zwischen Rang acht der Meldeliste und Platz 15 lagen im Vorfeld lediglich zehn Zentimeter.
Herden bleibt bei WM-Debut zurückhaltend
Auch mit Blick auf die eigene Zielsetzung blieb Herden bewusst zurückhaltend. „Ich tue mich schwer mit einer konkreten Zielstellung. Ich habe in der Hallensaison alles erreicht, was ich mir vorgenommen habe. Ich möchte deshalb die WM genießen und natürlich das Beste aus mir herausholen“, sagte der 26-Jährige vor seinem Start. Für Herden, der als Wettkampftyp gilt und die besondere Atmosphäre großer Veranstaltungen sichtbar aufnimmt, bot die Hallen-WM in Torun dafür beste Voraussetzungen. Die Abend-Sessions waren ausverkauft, das polnische Publikum gilt als sportbegeistert und fachkundig.
Hinzu kam ein besonderes Format: Anders als bei internationalen Freiluftmeisterschaften wurde in der Halle direkt das Finale ausgetragen. Eine vorgeschaltete Qualifikation entfiel, was zwar zusätzliche Belastung ersparte, zugleich aber einen schnellen Einstieg in den Wettkampf verlangte. „Ich bin gespannt, wie ich damit zurechtkomme“, hatte Herden im Vorfeld erklärt.
Bei seinem Debüt bei Hallen-Weltmeisterschaften belegte der Athlet der LG Brillux Münster schließlich Platz 15 im Weitsprung. Nach einer Hallensaison mit Leistungen von über 8,18 Metern konnte Herden in Torun nicht ganz an seine zuvor gezeigte Form anknüpfen, war allerdings durch eine Erkrankung auch beeinträchtigt.
Ungeachtet des Ergebnisses auf internationaler Bühne bleibt der Winter 2026 für Herden sportlich ein wichtiger Schritt: Silber bei der Hallen-DM, die Qualifikation für die Hallen-WM und der erste Start bei einem globalen Hallen-Titelkampf markieren den bislang erfolgreichsten Hallenwinter seiner Karriere.
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